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Tipps für die Pressearbeit: Ein „Boilerplate“ (2)

Vergangenen Monat haben wir an dieser Stelle das “Boilerplate” bereits vorgestellt. Dabei handelt es sich um eine stets gleichlautende Textpassage am Ende einer Pressemitteilung, die die wichtigsten Angaben zu einer Organisation enthält. Diese Textpassage gibt zum Beispiel Informationen zum Unternehmenssitz, dem Gründungsdatum, dem Angebot oder der Anzahl der Mitarbeiter. Diesen Monat wollen wir die Potenziale eines Boilerplates näher beleuchten.

Prinzipiell gibt ein Boilerplate - auf Deutsch auch “Abbinder” genannt - Journalisten die Möglichkeit, das Profil einer Organisation und was sie macht, mit einem Blick zu erfassen. Es ist deshalb insbesondere für kleinere und mittlere Unternehmen (KMU) sowie NGO’s eine gute Gelegenheit, um sich Journalisten kurz textlich „vorzustellen“. Und Interesse zu wecken.

Nur für kleine oder unbekannte Unternehmen?

Auch größere Unternehmen sollten nicht auf ein Boilerplate verzichten, doch viele tun genau das. Wahrscheinlich geht man dort davon aus, das Unternehmen sei bekannt genug. Doch viele Unternehmen liegen mit dieser Vermutung falsch. Journalisten haben zuviele Themen täglich auf dem Tisch, um alle Unternehmen wirklich zu kennen. Noch zumal die Fluktuation in den Redaktionen hoch ist und vieles an freie Journalisten ausgelagert wird - die möglicherweise nicht so tief im Thema stecken. Fehlt ein Boilerplate, verpassen Unternehmen somit die Chance, ohne viel Aufhebens auf neueste positive Entwicklungen im Unternehmen und die aktuellen Unternehmenszahlen hinzuweisen.

Gut bei “Missverständnissen”

Ein Boilerplate bietet weitere Chancen. Es ist perfekt dazu geeignet, auf „Missverständnisse“ in Zusammenhang mit einem Unternehmen oder einer Organisation aufmerksam zu machen. Beispiel: Gibt es ein Unternehmen, mit dem Ihr Unternehmen oft verwechselt wird, weil es so ähnlich heißt? Dann stellen Sie dies im Abbinder sachlich und neutral klar. Gibt es im Fall einer unabhängigen Stiftung ein gleichlautendes Unternehmen, mit dem die Stiftung verwechselt wird? Auch dies lässt sich in dem Text “Über das Unternehmen” am Ende der Pressemitteilung gut erklären. Unsere Empfehlung lautet deshalb: Boilerplate nicht vergessen!

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