PR ist am Erfolg von Handelsunternehmen beteiligt - das belegt jetzt eine Studie des EHI Retail Instituts. Die meisten Geschäftsführer des Handels wissen demnach um den großen Beitrag der PR zur Erreichung der Unternehmensziele. Selbst im Krisenjahr 2009 blieben laut Studie die Public-Relations-Budgets großteils (zu rund 90 %) stabil, die Sinnhaftigkeit eigener PR-Abteilungen wird kaum mehr in Frage gestellt. Aus der Pressemeldung des Instituts:
“Fast alle befragten PR-Profis sind der Meinung, dass die Öffentlichkeitsarbeit viel (45 Prozent) bzw. sehr viel (48 Prozent) zur Umsetzung der Unternehmensziele beiträgt. Diese nicht überraschende Selbsteinschätzung wurde von fast zwei Dritteln der Geschäftsführer gestützt. Gefragt nach den wichtigsten Zielen der PR-Arbeit sehen knapp 40 Prozent der PR-Profis neben dem Image den wirtschaftlichen Erfolg der Unternehmen. Das liegt nahe an der Einschätzung der Geschäftsführer, von denen außerdem rund ein Drittel der Ansicht ist, dass die PR einen großen bzw. sehr großen Beitrag zur Umsetzung dieses Ziels leistet.”
Allerdings sind sich die Geschäftsführer und PR-Profis nicht in allen Punkten einig. Beim Thema Web 2.0 hinken die PR-Abteilungen den Vorstellungen der Führungsriege ein wenig hinterher. Nachhaltigkeit war und bleibt ein Top-Thema der Kommunikation im Handel.
Für die Studie wurden Kommunikationsverantwortliche und Geschäftsführer des DACH-Handels zu Bedeutung, Strategie und Themen und Trends der Public Relations befragt. Die komplette Pressemeldung lesen Sie hier.
Klassische Werbung verliert an Bedeutung
Auch eine aktuelle Studie der FH Mainz bestätigt die positive Wirkung von PR. Demnach ist Öffentlichkeitsarbeit im direkten Vergleich meist wirkungsvoller als die klassische Werbeanzeige – jedenfalls wenn es um wichtige Kaufentscheidungen wie Autos, Kosmetik oder elektronische Geräte geht, denen der Interessent viel Aufmerksamkeit widmet.
Zu diesem Ergebnis kommt die - bislang nach eigenen Angaben aufwendigste - Vergleichsstudie zur Wirkungskraft von Werbung und PR-Beiträgen, die in diesen Tagen von Lothar Rolke, Professor an der FH Mainz, und Marei Dost, Beraterin in einer namhaften Marketingberatung in Hamburg, veröffentlicht wird. Die Autoren haben dazu nicht nur über 50 internationale Studien ausgewertet, sondern auch ein eigenes Experiment mit über 1000 repräsentativ ausgewählten Personen durchgeführt. Im Ergebnis zeigt sich: Öffentlichkeitsarbeit überzeugt vor allem, wenn es um die Vermittlung von Wissen, wenn es um Fragen der Glaubwürdigkeit und der Überzeugungskraft von Argumenten geht. Klassische Werbung hingegen kann vor allem dort ihre Stärke entfalten, wo Produkte vermarktet werden, deren Kauf der Konsument weniger Aufmerksamkeit schenkt. Weiterführende Infos finden Sie hier.
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